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2. Bundesliga – Spannung pur

SC Paderborn mausert sich ins Spitzenquartett

SC Paderborn mausert sich ins Spitzenquartett

Für viele eine große Überraschung, wenn nicht sogar die Überraschung der 2. Bundesliga: der SC Paderborn. Mit einem 4:2 Sieg gegen die Eintracht hat der Verein am Wochenende die gute Saisonleistung unterstrichen und reiht sich damit in die Gruppe der Bundesliga-Aspiranten ein.

Vor drei Jahren noch erzitterte sich der SC Paderborn mit zwei 1:0 Siegen in den Relegationsspielen gegen Osnabrück den Wiederaufstieg in die 2. Liga. Nach zwei weniger erfolgreichen Jahren steht der SC Paderborn jetzt ganz oben in der Tabelle. Würde es darum gehen welcher Kader den größten Marktwert hat, sähe die Tabellenlage schon ganz anders aus. Mit einem Gesamtwert von gerade mal 14 Mio € würde sich der SC nämlich ganz weit unten wieder finden. Umso beachtlicher scheint damit der Sieg gegen Eintracht Frankfurt, deren Kader mehr als doppelt so teuer gehandelt wird.

Das Spitzenquartett der 2. Bundesliga

Ganz oben in der Tabelle findet man zur Zeit Greuter Führt. Die Mannschaft sorgte auch dieses Wochenende mit einem 6:2 Sieg für Furore und bestätigte seine Position in der Liga. Mit nur einem Punkt weniger findet man als Verfolger die beiden Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt und den FC St. Pauli dicht dahinter auf Platz 2 und 3.

Insgesamt ist das keine verwunderliche Rangfolge, wenn da nicht noch der SC Paderborn punktgleich mit der Eintracht und den Kiezkickern auf dem vierten Platz stehen würde. Das sich nun ausgerechnet eine Mannschaft ohne Erstligaerfahrung in das Rennen um den Aufstieg einschaltet, sorgt für frischen Wind an der Tabellenspitze.

Ist der SC Paderborn wirklich erstligareif?

Natürlich ist es noch lange hin bis zum letzten Spieltag, jedoch sollte man anhand der aktuellen Lage den SC Paderborn als ernstzunehmenden Erstligaanwärter ansehen. Stellt sich bloß die Frage, ob ein so kleiner Club mit diesem geringem Etat zwischen internationalen Fußballgrößen, wie dem FC Bayern oder dem BVB bestehen kann.

Viele der Spieler kommen aus der eigenen Jugend. Das ist ein Trend, den man auch beim SC Freiburg in letzter Zeit erkennen kann. Mit diesem Rezept waren sie bis jetzt jedoch weniger erfolgreich. Zwar sorgt die junge Mannschaften immer wieder für Überraschungen, wie beim 0:0 „Erfolg“ gegen den Rekordmeister, jedoch sind sie immer noch Schlusslicht und tief im Abstiegskampf involviert.

Ob der SC Paderborn also mit ähnlicher Philosophie beim Erstligadebüt überleben würde, ist mehr als fragwürdig.


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