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2. Bundesliga – Spannung pur

Nach Trainer Wolf muss auch HSV-Sportvorstand Becker gehen

Hamburg – Der Hamburger SV hat nach der verpassten Rückkehr in die Bundesliga weitere personelle Konsequenzen gezogen. Nach Trainer Hannes Wolf muss auch Sportvorstand Ralf Becker seinen Platz beim Fußball-Zweitligisten räumen.

Der Aufsichtsrat des Vereins stellte den 48 Jahre alten Becker frei. Zum neuen Sportvorstand wurde Jonas Boldt bestellt. Der zuletzt als Sportdirektor von Bayer Leverkusen tätige Boldt, dessen Vertrag beim Bundesliga-Vierten offiziell zum 30. Juni ausläuft, übernimmt ab sofort die Planungen für die neue Saison bei den Hamburgern.

Vier Tage zuvor hatte sich Trainer Wolf von der Mannschaft und dem Verein verabschiedet. Dem 38 Jahre alten Coach war der verpasste Aufstieg in die Bundesliga zur Last gelegt worden. Gleiches gilt auch für Becker. Dessen Vertrag sollte eigentlich bis Juni 2021 laufen. Nunmehr muss der HSV sowohl Wolf, der einen Vertrag bis 2020 besaß, als auch Becker erst einmal weiterhin bezahlen.

Becker war erst im Sommer vergangenen Jahres vom Liga-Rivalen Holstein Kiel nach Hamburg gewechselt und sollte mit dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann nach dem Bundesliga-Abstieg die Grundlagen für eine sofortige Rückkehr ins Fußball-Oberhaus legen. Weil einige der neu verpflichteten Profis enttäuschten und die Mannschaft dem nervlichen Druck des Aufstiegskampfes nicht gewachsen war, geriet auch Becker in die Kritik.

Nachdem es zwischen Hoffmann und Becker bei der Bekanntgabe der Trennung von Trainer Wolf Irritationen gab, schien die Zusammenarbeit ernsthaften Schaden genommen zu haben. Im Aufsichtsrat gab es zunehmend kritische Stimmen gegen den Sportvorstand.

Nachfolger Boldt gilt als Macher und gut vernetztes Talent im Fußballgeschäft. Der 37-Jährige war von 2007 an in verschiedenen Funktionen bei Bayer Leverkusen tätig: in der Scouting-Abteilung, als Geschäftsführer, als Manager und schließlich Sportdirektor. Seit einigen Monaten war er nicht mehr im operativen Geschäft von Bayer tätig.

Fotocredits: Axel Heimken
(dpa)

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