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2. Bundesliga – Spannung pur

Hansa Fans randalieren in Düsseldorf

Die Fans des FC Hansa Rostock randalieren beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf. Beim Saisonfinale in Düsseldorf sortgen mitgereiste Hansa-Hooligans für Ausschreitungen während des Spiels und in der Düsseldorfer Altstadt.

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Die Partie Fortuna Düsseldorf gegen Hansa Rostock lief gerade einmal acht Minuten, da musste Schiedsrichter Wolfgang Stark das Spiel bereits für 19 Minuten unterbrechen. Kurz nach dem Anpfiff ertönten aus dem Hansa-Gästeblock laut detonierende Feuerwerkskörper und wurden etliche bengalische Feuer gezündet. Ein schwarzer Tag für Hansa Rostock.

Ausschreitungen von Hansa Fans

Die Situation eskalierte endgültig, als einer der vielen Böller, die aufs Spielfeld geworfen wurden, Hansa-Keeper Alexander Walke traf. Alle Spieler zogen sich nach der Spielunterbrechung in ihre Kabinen zurück und viele Fans, darunter Eltern mit Kindern, verließen vorzeitig das Stadion.

Nach vielen weiteren Unterbrechungen gewann Fortuna Düsseldorf das letzte Spiel der Saison mit 3:1, allerdings war das Ergebnis auf Grund der Fanausschreitungen gänzlich zur Nebensache geworden. Fast wurde die Partie in der 83. Minute sogar noch abgebrochen. Schiedsrichter-Assistent Mike Pickel wurde von einem Wurfgeschoss aus dem Hansa-Block getroffen.

Schwere Randale der Hansa-Hooligans ereigneten sich bereits am Abend vor dem Spiel in der Düsseldorfer Altstadt. Die Polizei war im Großeinsatz unterwegs, 159 Fußball-Hooligans wurden festgenommen, 14 Polizisten verletzt. „Ich habe noch nie so einen tobenden Mob gesehen. Wir haben uns verbarrikadiert, als wir sahen, dass die Hooligans die Polizei angegriffen haben. Plötzlich flogen Gegenstände durch die Luft, Flaschen, sogar ein Biertisch“, sagte Isa Fiedler, stellvertretende Wirte-Sprecherin der Altstadt.

Geldstrafe für Hansa und ohne Fans nach Ingolstadt

Mit Unverständnis und Fassungslosigkeit reagierte Hansa Trainer Kostmann auf die Ausschreitungen der eigenen Anhänger. „Es tut mir sehr leid für dieses Fußballfest, es tut mir leid für den deutschen Fußball. Ich habe für diese Vorfälle überhaupt kein Verständnis.“

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier macht dem Verein indessen schwere Vorwürfe. Es fehle noch immer an einer  koordinierten Fan-Betreuung bei Heimspielen und Reisen, um Randalen im Stadium zu unterbinden. Dabei sei bekannt, dass Hansa ein Problem mit gewaltbereiten Anhängern habe, so Caffier. Er wolle nun die Strafen für Fußball-Chaoten verschärfen, hieß es.

Hansa Rostock muss als Konsequenz das erste Relegationsspiel gegen Drittligist FC Ingolstadt am Freitag ohne seine Fans bestreiten. Außerdem wurde Hansa im Schnellverfahren eine Geldstrafe von 35.000 Euro auferlegt. Der Verein stimmte dem Urteil bereits zu.