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2. Bundesliga – Spannung pur

Fehler korrigiert: Hannover sofort wieder oben

Sandhausen – Der große Coup gelang dann doch noch Edgar Prib, der am Tag des Triumphs gar nicht gespielt hatte: Der gesperrte Mittelfeldspieler von Hannover 96 duschte über eine Stunde nach Abpfiff Trainer André Breitenreiter mit einer riesigen Schampusflasche. Großer Jubel brandete auf.

Überschwänglich feierten die Niedersachsen den sechsten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga, nach dem 1:1 (0:0) beim SV Sandhausen gab es für das Team um Angreifer Martin Harnik eine spontane Party in der Kabine und in den Katakomben. Die sofortige Rückkehr ins Oberhaus nach einem harten Jahr hat einige Gründe.

DER TRAINER: Mit dem Wechsel von Daniel Stendel zu Breitenreiter überraschte 96 zunächst, weil die Roten auch mit dem Ex-Coach um den Aufstieg kämpften. Doch der Tausch hat sich ausgezahlt: In neun Spielen unter dem gebürtigen Niedersachsen verlor Hannover kein einziges Mal, holte 21 Punkte und kassierte nur drei Gegentore. «Der Schlüssel zum Erfolg war André Breitenreiter. Er hat die Ruhe bewahrt und einen hervorragenden Job gemacht, Kompliment dafür», erklärte Sportdirektor Horst Heldt, der den Coach verpflichtet hatte.

DIE MANNSCHAFT: Mit Harnik und Niclas Füllkrug verpflichtete 96 zusätzlich zur mit Talent gespickten Mannschaft starke Einzelspieler für die Offensive. Das zahlte sich aus. «Wir müssen jetzt den Abstieg und dieses Jahr analysieren», forderte Präsident Martin Kind. Im Oberhaus plant Hannover mit einem Etat von 85 Millionen Euro, weitere namhafte Spieler sollen kommen.

DAS UMFELD: Geschlossen standen die Fans hinter ihrem Team, auch nach dem schmerzhaften Abstieg. Die breite Unterstützung und Treue gipfelten am letzten Spieltag in Sandhausen, als über 8000 Fans aus Hannover das Stadion am Hardtwald in eine rote Wand verwandelten. «Es ist unfassbar, was hier los war», sagte Breitenreiter. Er fühlte «von der ersten Minute an Gänsehaut pur».

DIE MENTALITÄT: Im lange Zeit hart umkämpften Aufstiegsrennen mit Stuttgart, Braunschweig und Union Berlin verlor der Absteiger niemals die Nerven. In den wichtigsten Spielen schien Hannover am stärksten. «Die Mannschaft hat dem Druck standgehalten, das ist toll. Wir haben immer an uns geglaubt», bekräftigte Heldt. Trainer Breitenreiter sagte: «Wir haben alles dem Erfolg untergeordnet.» Der Lohn sind ab August Reisen nach München und Dortmund statt nach Heidenheim und Sandhausen. Doch daran wollte Breitenreiter noch nicht denken. «Wir tun gut daran, diesen Tag erstmal zu genießen.»

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

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