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2. Bundesliga – Spannung pur

Duisburg beurlaubt Trainer Gruew – Lieberknecht Nachfolger

Duisburg (dpa) – Torsten Lieberknecht soll den MSV Duisburg vor dem Absturz in die 3. Fußball-Liga bewahren. Der 45-Jährige, der in den vergangenen zehn Jahren Eintracht Braunschweig trainierte, wird am Dienstag als Nachfolger des beurlaubten Ilja Gruew vorgestellt.

Von dem Bulgaren hatte sich der MSV zuvor nach fast dreijähriger Zusammenarbeit getrennt. Der Tabellenletzte reagierte damit auf den schlechten Saisonstart mit nur zwei Punkten aus acht Spielen. Lieberknecht erhält wie sein Co-Trainer Darius Scholtysik einen für alle drei Ligen gültigen Vertrag, über dessen Länge der MSV keine Angaben machte. Er wird im Spiel bei Tabellenführer 1. FC Köln am kommenden Montag zum ersten Mal auf der Bank sitzen.

In Braunschweig hatte der Ex-Profi zunächst eine Erfolgsgeschichte geschrieben und den Verein 2013 nach 28 Jahren zurück in die Bundesliga geführt. 2017 verpassten die Niedersachsen erst in der Relegation die Rückkehr in die 1. Liga und stiegen in der vergangenen Saison völlig überraschend in die 3. Liga ab. Lieberknecht musste daraufhin gehen.

Auch Gruew war in Duisburg Ex-Profi, Fan-Liebling und Aufstiegstrainer – doch all das hielt ihn nach dem komplett verkorksten Saisonstart nicht mehr im Amt. Der 48-Jährige war seit dem 3. November 2015 und damit seit fast drei Jahren als Cheftrainer im Amt. Länger hatte sich beim MSV nur Friedhelm Funkel gehalten, der zwischen Mai 1996 und März 2000 bei den Meiderichern arbeitete.

Die Entscheidung tue weh, man habe sie «nach langen, intensiven Überlegungen und schweren Herzens gefällt», erklärte Präsident Ingo Wald. «Kontinuität ist beim MSV nicht nur ein Schlagwort. Wir leben diese Nachhaltigkeit. Allerdings darf Kontinuität auch nicht zum Selbstzweck werden», sagte Sportdirektor Ivica Grlic: «Wir wissen, dass wir jetzt dringend einen notwendigen Impuls setzen müssen, um unser großes Ziel Klassenerhalt überhaupt verwirklichen zu können.»

Gruew ist nach Uwe Neuhaus (Dresden) und Stefan Leitl (Ingolstadt) der dritte Zweitliga-Trainer, der in dieser Saison vorzeitig gehen muss. «Die fast drei Jahre hier als Cheftrainer waren für mich mehr als ein Job», sagte er: «Der MSV lag mir immer am Herzen und er wird mir auch künftig nicht egal sein.»

Fotocredits: Peter Steffen,Roland Weihrauch

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