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2. Bundesliga – Spannung pur

Der Fußball-Wettskandal von 2005: ein Rückblick

Der Fußball-Wettskandal von 2005: ein Rückblick

Millionen Deutsche fiebern jedes Wochenende mit ihrem Fußballverein mit. Sie ärgern sich über manche Entscheidung der Schiedsrichter, vertrauen aber meist auf seine Neutralität. 2005 wurde diese Haltung aber massiv infrage gestellt: Referee Robert Hoyzer stand dabei im Mittelpunkt.

Betrügereien erschütterten die Fußballwelt

Mit Fußballwetten können Interessierte hohe Beträge erwirtschaften. Manche versuchen dies auf illegale Weise, indem sie vor einer Partie Beteiligte bestechen. Mitglieder der kroatischen Mafia hatten mit dem damaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer eine Person gefunden, die sich auf diesen Betrug einließ. Er entschied unter anderen das DFB-Pokalspiel zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV sowie die Partie der 2. Liga zwischen LR Ahlen und Wacker Burghausen mit fehlerhaften Pfiffen. Zudem recherchierte der DFB, dass mit Dominik Marks ein weiterer Referee Spiele manipulierte. Bei ihm betraf es Begegnungen der Regionalliga und ebenfalls der Zweiten Bundesliga. Den ursprünglichen Verdacht gegen Hoyzer äußerten Kollegen. Bei einer Konfrontation mit diesen Anschuldigungen gestand er sofort.

So reagierte der DFB

Robert Hoyzer entband der DFB mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben, auch Dominik Marks erhielt eine Sperre. Zusätzlich nahm die Berliner Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf, die mit einer Verurteilung Hoyzers zu zwei Jahren und fünf Monate Haft endeten. Der DFB setzte sich aber nicht nur mit den Personalien auseinander. Dieses Beispiel zeigte die Gefahren, die durch den stetig wachsenden Wettmarkt entstanden. Es geht um hohe Summen, mit krimineller Energie und bestechlichen Schiedsrichtern muss der Verband immer rechnen. Deshalb entschied sich der DFB, ein besseres Kontrollsystem zu installieren. So erhöhte er die Anzahl der offiziellen Schiedsrichterbeobachtungen. Die benachteiligten Vereine drängten auf eine Wiederholung der Partien. Im Fall des Hamburger SV ging das aus einem nachvollziehbaren Grund nicht, da im DFB-Pokal schon weitere Runden gespielt waren. Immerhin erhielt der Klub eine finanzielle Entschädigung. Das betroffene Spiel der 2. Liga zwischen Ahlen und Burghausen setzte das zuständige Sportgericht neu an.

Manipulationen mit weitreichenden Folgen

2005 entlarvte der DFB mir Robert Hoyzer und Dominik Marks zwei bestechliche Schiedsrichter, die auf Auftrag den Ausgang von Spielen beeinflussten. Die Hintermänner hatten jeweils hohe Wetten auf das gewünschte Ergebnis abgeschlossen. Die Aufdeckung hatte zahlreiche Konsequenzen: Die Referees wurden gesperrt, Hoyzer musste sich zudem vor Gericht verantworten. Zusätzlich intensivierte der DFB die Kontrollen.

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