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2. Bundesliga – Spannung pur

Andreas Rettig findet Superliga-Plän «verwerflich»

Hamburg – Geschäftsführer Andreas Rettig vom Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli hat in der Debatte um eine europäische Superliga und Milliarden-Erlöse langfristig vor negativen Folgen gewarnt.

«Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht immer weiter von denen entfernen, die den ganzen Spaß bezahlen, nämlich dem Fan», sagte er dem WDR-Hörfunk. «Wenn der morgen nicht mehr kommt, gibt es auch keine zwei Milliarden mehr.»

Eine Beraterfirma soll Real Madrid im Oktober Pläne für die Einführung einer Superliga als Konkurrenz zur Champions League vorgelegt haben, hatte «Der Spiegel» am Freitag berichtet. Demnach sei vorgesehen, dass 16 Topclubs, darunter der FC Bayern München und Borussia Dortmund, eine bindende Absichtserklärung im Laufe dieses Monats unterzeichnen. Funktionäre beider Vereine sagten am Wochenende, davon keine Kenntnis zu haben.

Die Pläne sehen unter anderem vor, dass es auch keinen Auf- und Abstieg geben soll. «Es geht hier nur darum, Erlöse zu generieren und diese Erlöse abzusichern, damit man nicht durch einen sportlichen Misserfolg Kapital verliert», meinte Rettig. «Und das ist verwerflich.»

Mit Blick auf den FC Bayern betonte Rettig: «Ich habe kein Problem damit, wenn der FC Bayern diese Dinge prüft.» Womit er ein Problem habe, dass dies in einer geheimen Kommandosache geschehe. «Wir sind ein Ligaverband mit 36 Clubs. Der FC Bayern ist einer davon.» Er gehe davon aus, dass auch die Deutsche Fußball Liga als Dachverband nichts wusste. «Sonst wäre hier die nächste Frage zu stellen, warum wir keine Information und keine Aufklärung bekommen haben», meinte der ehemalige Funktionär der DFL.

Fotocredits: Sina Schuldt
(dpa)

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